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(1944) Page(s) 45-56. Includes photo(s). Original summary in German pp. 55-56: In einer Arbeit über die Rosen des Stockholmer Herbars beschrieb S. Almquist (1920a) unter dem Namen R. suionum eine neue Art aus der Gruppe Gallicae, welche Gruppe in Schweden nicht als indigen sondern nur in kultivierten Formen vorkommt. Auch R. suionum ist nur als angebaut bekannt, aber nach einer anderen Arbeit Almquists (1920b) wäre sie auch als solche als eine schwedische Endeme zu betrachten, da er sie nur aus Schweden kannte, u. zw. mit einer einzigen Ausnahme (Västergötland: Ornunga) ausschliesslich aus dem östlichen Svealand : Västmanland und Uppland — daher der Name R. suionum = die Rose der ’Suiones’ oder ’Svear’ (im Altertum ein in Uppland ansässiger Volksstamm, nach dem Svealand benannt ist). Später hat sie aber Matsson (1934) für Norrland als — zwar selten — angebaut angegeben, und bei den Nachforschungen der Verf. hat es sich gezeigt, dass sie von alters her auch in grossen Teilen Götalands (nach C. G. Dahl südwärts bis nach Skåne) als Zierstrauch gebaut wird; nach Mitteilung von Professor Dahl, dem wir wertvolle Angaben in dieser Frage verdanken, kommt sie auch in Norwegen vor. Hierdurch werden die Gründe sehr geschwächt, auf die Almquist seine Hypothese zur Erklärung ihres angenommenen Endemismus stützte. Er wollte sie nämlich als ein Relikt aus der postglazialen Wärmezeit betrachten; während jener Periode hätte nämlich nach seiner Ansicht die Gruppe Gallicae, u.zw. mit dieser Sippe, in wildem Zustand in den noch heute sehr rosenreichen Küstengegenden Upplands gelebt. Morphologisch macht R. suionum sonst nicht den Eindruck einer Wildart; mit einer Ausnahme (s. unten) sind die Blüten bei allen von uns gesehenen Herbarex. und lebenden Sträuchern gefüllt. Sie haben eine blass (fleisch-)rosa Farbe, die der von R. alba ’Maiden’s blush’ sehr nahe kommt. Von R. alba ist aber R. suionum weit verschieden, nicht nur durch die sehr breit kreiselförmigen Fruchtbecher (denen der R. francofurtana ähnelnd), sondern auch durch die schwache Stachelung und bes. durch die Gestalt der Blätter, durch welche sie auch von den übrigen in Schweden öfters gebauten Vertretern der Gallicae: R. gallica, R. centifolia und R. francofurtana sehr erheblich abweicht. Die Blättchen sind verhältnismässig sehr dünn, gewölbt, oben kahl und dort rein (und ± glänzend) hellgrün, unten bläulich, an den Blütensprossen aus ± keiligem, ganzrandigem Grunde breit-oval bis fast kreisrund, an den Langsprossen ein wenig verlängert und deutlicher zugespitzt. Bei den Blättchen der Blütensprossblätler ist nämlich die Spitze meistens abgerundet und der Endzahn nicht selten sogar zwischen den nächsten Seitenzähnen ein wenig eingesenkt; die obersten Zähne sind oft den unteren gegenüber ± vergrössert, und alle (aber bes. die oberen) sind deutlich krallenförmig einwärtsgebogen. Im Gegensatz zu R. centifolia und gallica fehlen Drüsen an den Zähnen. Von allen typischen Gallicae weicht R. suionum schliesslich durch die grosse Anzahl der Blättchen ab: an den Blütensprossblättern befinden sich 7— 9, an denen der Langsprosse oft sogar 11; charakteristisch ist das häufige Auftreten verkleinerter, so zu sagen akzessorischer Blättchen, bes. an der Basis oder nahe der Spitze des Blattes. In bezug auf die Blütenknospen zeigt R. suionum eine unleugbare Ähnlichkeit mit gewissen modernen Theehybriden, mit denen sie doch schwerlich verwandt sein kann. Wie sie systematisch zu deuten ist, bleibt noch unklar; nach Täckholm (1923) ist sie wahrscheinlich kein »primäres Kreuzungsprodukt der R. gallica mit einer systylen Rose, einer Caninae-Spezies oder einer anderen nicht-tetraploiden Rose. . . . Die meiotischen Teilungen und die Teträden sind regelmässig. In der Telophase der heterotypischen Teilung wurden 14 Chromosomen gefunden. 2x=28.» Auf die eine oder andere Weise muss sie sicherlich mit den Gallicae in verwandtschaftlicher Beziehung stehen. Sehr eigentümlich bleibt dabei, dass sie den Gärtnern und Rhodologen des ausserskandinavischen Europas ganz unbekannt zu sein scheint. Es war uns ebenso unmöglich, in der Literatur Bilder oder Beschreibungen einer mit ihr identischen Form wie irgendwelche extra-skandinavische Herbarex. zu finden. In letztgenannter Hinsicht gibt es doch eine erwähnenswerte Ausnahme: im Bot. Museum Uppsala lag nämlich unter dem Namen R. centifolia ein Bogen von ganz typischer R. suionum aus U.S.A., Bennings Bridge unweit Washington, D.C. Mit Hinsicht auf ihr eigentümliches, leicht kenntliches Aussehen kann sie in Europa (ausserhalb Schwedens und Norwegens) jedenfalls keine allgemein gebaute Pflanze sein. Dass R. suionum auch in der neueren schwedischen floristischen und hortikulturellen Literatur so gänzlich fehlt, hängt vielleicht damit zusammen, dass die ursprüngliche Diagnose Almquists ihr fälschlich einfache weisse Blüten zuschrieb. Dass unsere Identifizierung der von uns gesehenen, oben beschriebenen Rose mit Almquists Art dennoch richtig ist, geht aus Vergleich mit authentischen, von Almquist bestimmten Ex. hervor, die mit unseren auch in bezug auf den Blütenbau genau übereinstimmten. Nur an einem einzigen — im übrigen gar nicht abweichenden — Ex. waren die Blüten einfach (aber bleich rosafarbig!) ; es stammte aus Danderyd in der Stockholmer Gegend (leg. C. Lindman). Der Samenansatz dürfte bei R. suionum meistens sehr schwach sein; die Blüten verwelken übrigens schon im späteren Knospenstadium.
(1944) Page(s) 55-56. Translation: In a work on the roses of the Stockholm herbarium, S. Almquist (1920a) described a new species from the Gallicae group under the name R. suionum, which group does not exist in Sweden as indigenous but only in cultivated forms. R. suionum is also only known as cultivated, but according to another work by Almquist (1920b), it should also be regarded as such as a Swedish endeme, since he only knew it from Sweden. with a single exception (Västergötland: Ornunga) exclusively from eastern Svealand: Västmanland and Uppland - hence the name R. suionum = the rose of the 'Suiones' or 'Svear' (in ancient times a tribe based in Uppland, after the Svealand is named). Later, however, she indicated Matsson (1934) for Norrland as - although seldom - cultivated, and the author's research has shown that from time immemorial she has also been grown in large parts of Götaland (after CG Dahl southwards to Skåne) as an ornamental shrub; according to Professor Dahl, to whom we owe valuable information on this issue, it also occurs in Norway. This greatly weakens the reasons on which Almquist based his hypothesis for explaining their assumed endemism. He wanted to see it as a relic from the post-glacial warm period; during that period, in his opinion, the Gallicae group, etc. with this clan, lived in wild condition in the coastal regions of Uppland, which are still very rich in roses. Otherwise morphologically R. suionum does not give the impression of a wild species; with one exception (see below) the flowers all Herbarium samples we have seen and in living shrubs are double. They have a pale pink color that comes very close to that of R. alba ’Maiden’s blush’. R. suionum is, however, very different from R. alba, not only because of the very broad, top-shaped buds (similar to those of R. francofurtana), but also because of the weak prickles and especially due to the shape of the leaves, through which they also differ from the other Gallicae representatives that are often grown in Sweden: R. gallica, R. centifolia and R. francofurtana deviate considerably. The leaflets are comparatively very thin, arched, bare at the top and there pure (and ± glossy) light green, bluish at the bottom, broad-oval to almost circular on the sprouts from ± wedge-shaped, entire margins, slightly elongated on the long sprouts and more pointed. In the leaves of the flower sprout leaves, the tip is usually rounded and the end tooth is not infrequently sunk even a little between the next posterior teeth; the uppermost teeth are often ± larger than the lower, and all (but especially the upper) are clearly claw-shaped inwards. In contrast to R. centifolia and gallica, glands are missing on the teeth. R. suionum finally differs from all typical Gallicae by the large number of leaflets: there are 7-9 on the flower sprout leaves, on which the long shoot often even 11; characteristic is the frequent appearance of reduced, so to speak accessory flakes, especially at the base or near the tip of the leaf. Regarding the flower buds, R. suionum shows an undeniable similarity to certain modern hybrid teas with which it can hardly be related. How it can be systematically interpreted remains unclear; according to Täckholm (1923), it is probably not a "primary cross product of the R. gallica with a systyle rose, a Caninae species or another non-tetraploid rose. . . . The meiotic divisions and the tetrades are regular. Fourteen chromosomes were found in the telophase of heterotypic division. 2x = 28. » In one way or another, it must surely be related to the Gallicae. It remains very peculiar that it seems to be completely unknown to gardeners and rhodologists from non-Scandinavian Europe. It was just as impossible for us to find in the literature pictures or descriptions of an identical form as well as any non-Scandinavian Herbarium samples. There is one noteworthy exception in the latter regard: the Museum Uppsala had an arch of the very typical R. suionum from the U.S.A., Bennings Bridge near Washington, D.C., under the name R. centifolia. With regard to its peculiar, easily recognizable appearance, it cannot be a generally grown plant in Europe (outside of Sweden and Norway). The fact that R. suionum is so completely missing in the more recent Swedish floristic and horticultural literature may be due to the fact that Almquist's original diagnosis attributed her falsely simple white flowers. That our identification of the rose we have seen, described above, with Almquist's species is nevertheless correct, can be seen from a comparison with authentic samples determined by Almquist, which exactly matched ours with regard to the flowering. Only on one sample was the flowers simple (but pale pink!) - otherwise not at all deviating -; it came from Danderyd in the Stockholm area (leg. C. Lindman). The seed set in R. suionum is usually very weak; by the way, the flowers wither even at the later bud stage.
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